Reviere
Einwegtour zwischen Malchow - Malchin / Malchow- Berlin
1. Einwegtour Malchow - Malchin (ca. 430km)
2. Einwegtour Malchow - Berlin (ca. 200 km)
Einwegfahrt zwischen dem Herzen der Mecklenburger Seenplatte, der Müritz und dem Amazonas
des Nordens, der Peene, über Stettin in Polen.
Die Fahrt beginnt oder endet in der Nähe der Müritz. Auf dem Weg über die Müritz kann man
die Orte Klink, Sietow, Röbel oder Rechlin ansteuern. Ab Rechlin geht es nun auf die Müritz
- Havel - Wasserstraße (MH) direkt in die Mecklenburger
Kleinseenplatte. Geschichtsträchtige
Orte wie Neustrelitz, Rheinsberg, Wesenberg oder Fürstenberg kann man durch verschiedene
Nebenwasserstrassen erreichen. Bei der anschließenden Fahrt über die Obere - Havel -
Wasserstrasse (OH) geht es bis Zehdenick, wo man spätestens noch einmal Wasser, Diesel
und andere notwendige Vorräte bunkern sollte. Die nun folgenden Kilometer ab Liebenwalde,
welches zugleich den Übergang zur Havel - Oder - Wasserstraße (HOW) darstellt,
sind von Kanalidylle geprägt. Dies ist jedoch die schnellste Verbindung zur Oder, bzw. zur
parallel laufenden Friedrichstaler - Hohensaatener - Wasserstrasse (HFW). Wer möchte,
kann die alte Verbindung zwischen Berlin und der Oder befahren, den so genannten Finowkanal.
Jedoch sind auf dieser Strecke 11 Schleusen mehr zu durchfahren. Dennoch ist diese
Strecke die schönere Alternative.
Wer auf der HOW bleibt, wird mit der Durchfahrt durch das Hebewerk Niederfinow, das zweitgrößte
Schiffshebewerk der Welt belohnt. Diese technische Konstruktion aus dem Jahre 1937
mit einem Hub von 60m ersparte dem damaligen Schiffsverkehr aus Stettin die 11 Schleusen
des Finowkanals. Entspannt kann man durch die Ostschleuse in Hohensaaten auf die HFWasserstrasse
abbiegen. Unabhängig vom Wasserstand der Oder und deren ´natürlichen
Launen´ bei Hochwasser kann man nun an den Städten Schwedt/ Oder und Garz Richtung
Szczecin (Stettin) schippern.
Diese Verbindung hat nach fast einem Jahrhundert kaum noch
Kanalcharakter. (Fertigstellung 1914)
Durch Stettin erlebt man das Gegenteil zur bisherigen Fahrt. Plötzlich durchquert man eine
internationale Hafenmetropole mit vielen kleinen Werften. Wer in Stettin keinen Zwischenstopp
machen möchte, sollte von Garz aus direkt das Oderhaff überqueren. Aber Stettin ist
natürlich einen Besuch wert. Das Oderhaff sollte man in einem Stück überqueren. Ückermünde
kann man als Zwischenstation auf dem Weg zur Insel Usedom ansteuern. Da das
Oderhaff teilweise sehr flach ist, sollte man sich strikt an die Betonnung halten. Bei guter
Sicht sind bald die Reste der Karniner Brücke sichtbar und somit dem Skipper eine ideale
Peilmarke.
Im Achterwasser warten viele kleine Häfen auf Ihren Besuch. (siehe dazu auch: Revier Peene)
Auf der Peene wird es wieder ruhig und romantisch. Wer im Frühjahr mit dem Boot fährt,
erkennt vielerorts noch die Biber-Burgen und mit etwas Glück auch einen Biber.
Gemächlich geht es nun dem Ende der Reise entgegen, doch wer sich noch einen Reisetag
aufgespart hat, sollte die völlig andere Peene ab Demmin zum Kummerower See befahren.
Malchin z.B. könnte Ihr letztes Ziel der Reise sein. Neukalen, vom Kummerower See zu erreichen,
sollte man nicht anlaufen, da der Stichkanal schon mal die Null im Display des Echolots
aufblinken lässt.
Sollten Sie ab Malchin starten, geht die Route in die entgegengesetzte Richtung. Die Schiffe,
die Sie im Einwegmodus fahren können, finden Sie hier.
